von Paul Janositz
Woher kommt dieses Gefühl von Leichtigkeit? Fast als ob man schwebe. "Gehen Sie noch ein wenig auf und ab", sagt Viola Dotzauer. Ein, zwei Runden um die kniehohe, schaumstoffbedeckte Liege, die mit ihren kantigen Holzpfosten so stabil aussieht. Handfest ist auch die Behandlung beim Rolfing in Berlin-Wilmersdorf.
So viel Kraft würde man der kleinen, schmalen Therapeutin gar nicht ohne weiteres zutrauen. Und doch erzielt sie den gewünschten Effekt, ohne derb zu wirken. Sie lacht zur Frage, ob es blaue Flecken geben wird, als sie mit dem Ellbogen auf den Klienten drückt. �Nein“, sagt sie, �ich passe auf“. �Schmelzen“ nennen es die �Rolfer“, wenn sie ganz fest auf bestimmte Körperpartien drücken. Das Bindegewebe soll beeinflusst werden. Vor allem um die �Faszien“ geht es, das sind zähe Bindegewebshäute, die dem Körper seine innere und äußere Form geben, indem sie etwa die Organe abgrenzen, die Stellung von Knochen und Gelenken bestimmen und die Muskeln einhüllen. Der von den Faszien aufgebaute Widerstand muss von den Muskeln in jeder Bewegung überwunden werden.
Sind die Faszien verhärtet, verdickt oder verkürzt, so werden bestimmte Bewegungen erschwert. Es kommt zu Fehlhaltungen, die Muskeln ausleiern und verspannen lassen und Gelenke schädigen können. Hat sich der Körper erst einmal an ineffiziente und ungesunde Haltungen gewöhnt, empfindet er sie schließlich als normal. Und daran können meist nicht einmal Schmerzen etwas ändern, sie werden einfach ignoriert. Objektiv bessere Körperhaltungen werden dagegen als unnormal oder gezwungen wahrgenommen. Krampfhafte Versuche, gerade zu sitzen oder aufrecht zu gehen, verschlimmern die Lage nicht selten.
So viel Kraft würde man der kleinen, schmalen Therapeutin gar nicht ohne weiteres zutrauen. Und doch erzielt sie den gewünschten Effekt, ohne derb zu wirken. Sie lacht zur Frage, ob es blaue Flecken geben wird, als sie mit dem Ellbogen auf den Klienten drückt. �Nein“, sagt sie, �ich passe auf“. �Schmelzen“ nennen es die �Rolfer“, wenn sie ganz fest auf bestimmte Körperpartien drücken. Das Bindegewebe soll beeinflusst werden. Vor allem um die �Faszien“ geht es, das sind zähe Bindegewebshäute, die dem Körper seine innere und äußere Form geben, indem sie etwa die Organe abgrenzen, die Stellung von Knochen und Gelenken bestimmen und die Muskeln einhüllen. Der von den Faszien aufgebaute Widerstand muss von den Muskeln in jeder Bewegung überwunden werden.
Sind die Faszien verhärtet, verdickt oder verkürzt, so werden bestimmte Bewegungen erschwert. Es kommt zu Fehlhaltungen, die Muskeln ausleiern und verspannen lassen und Gelenke schädigen können. Hat sich der Körper erst einmal an ineffiziente und ungesunde Haltungen gewöhnt, empfindet er sie schließlich als normal. Und daran können meist nicht einmal Schmerzen etwas ändern, sie werden einfach ignoriert. Objektiv bessere Körperhaltungen werden dagegen als unnormal oder gezwungen wahrgenommen. Krampfhafte Versuche, gerade zu sitzen oder aufrecht zu gehen, verschlimmern die Lage nicht selten.



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