von Edith Winner
Das Sitzen, Stehen und Gehen lernt der Mensch in seinen ersten zwei Lebensjahren. Danach lernt er in Jahrzehnten das falsch Sitzen, falsch Stehen und falsch Gehen. Rolfing kann jedem helfen, das Falsche wieder zu verlernen.
"Rolfing – ist das nicht diese Hard-Core-Massage, bei der man mit Ellbogen bearbeitet wird?" Eine Spontan-Umfrage im Bekanntenkreis ergibt: Außer dem einen vagen Vorurteil keinerlei Kenntnisse über Rolfing. Dabei könnten es die meisten der Befragten brauchen – bei der Frage nach Rückenproblemen oder Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich kommt ein einhelliges "O ja, kenne ich!"
Rückenschmerzen belegen in der Rangliste der Volkskrankheiten seit Jahren konkurrenzlos den ersten Platz. Eine Langzeitstudie des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen wartet regelmäßig mit alarmierenden Zahlen auf: In den vergangenen sechs Jahren nahmen Rückenbeschwerden um über ein Viertel zu, bei den 14- bis 29-jährigen sogar um über zwei Drittel. Die meisten Krankenkassen versuchen ihre Mitglieder durch Bonusprogramme oder Zuschüsse zu aktiver Vorsorge zu motivieren. Die Bandbreite der geförderten Aktivitäten reicht von der Mitgliedschaft im Sportverein oder Fitness-Studio bis zu Yoga- und Tai-Chi-Kursen. Exotischere Varianten wie das Rolfing gelten dagegen als nicht zuschussfähiges Privatvergnügen.
Das Rolfing, nach seiner Begründerin Ida Rolf benannt, ist eine manuelle Therapie, die zur Prävention, aber auch in der Behandlung vieler Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt wird. Mitte der 1980er Jahre aus den USA nach Deutschland importiert, ist die Methode ein Geheimtipp geblieben – heute gibt es deutschlandweit etwa 200, in Berlin ein knappes Dutzend Rolfing-Praxen.
"Rolfing – ist das nicht diese Hard-Core-Massage, bei der man mit Ellbogen bearbeitet wird?" Eine Spontan-Umfrage im Bekanntenkreis ergibt: Außer dem einen vagen Vorurteil keinerlei Kenntnisse über Rolfing. Dabei könnten es die meisten der Befragten brauchen – bei der Frage nach Rückenproblemen oder Verspannungen im Nacken-Schulter-Bereich kommt ein einhelliges "O ja, kenne ich!"
Rückenschmerzen belegen in der Rangliste der Volkskrankheiten seit Jahren konkurrenzlos den ersten Platz. Eine Langzeitstudie des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen wartet regelmäßig mit alarmierenden Zahlen auf: In den vergangenen sechs Jahren nahmen Rückenbeschwerden um über ein Viertel zu, bei den 14- bis 29-jährigen sogar um über zwei Drittel. Die meisten Krankenkassen versuchen ihre Mitglieder durch Bonusprogramme oder Zuschüsse zu aktiver Vorsorge zu motivieren. Die Bandbreite der geförderten Aktivitäten reicht von der Mitgliedschaft im Sportverein oder Fitness-Studio bis zu Yoga- und Tai-Chi-Kursen. Exotischere Varianten wie das Rolfing gelten dagegen als nicht zuschussfähiges Privatvergnügen.
Das Rolfing, nach seiner Begründerin Ida Rolf benannt, ist eine manuelle Therapie, die zur Prävention, aber auch in der Behandlung vieler Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt wird. Mitte der 1980er Jahre aus den USA nach Deutschland importiert, ist die Methode ein Geheimtipp geblieben – heute gibt es deutschlandweit etwa 200, in Berlin ein knappes Dutzend Rolfing-Praxen.



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